Website-Audit

Eine belastbare Stichprobe statt eines pauschalen Scores.

Der Website-Audit verbindet automatisierte Signale mit manuellen Aufgabenwegen. Scope, Findings, Priorität, Grenzen und Re-Test bleiben sichtbar voneinander getrennt.

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Prüfmethode

Automatisiert finden. Manuell verstehen.

WCAG-Erfolgskriterien sind testbar, ihre Bewertung braucht jedoch je nach Kriterium automatisierte und menschliche Prüfung. Deshalb wird kein Scanner-Ergebnis als Konformitätsaussage verkauft.

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Automatisierte Signale

Werkzeuge markieren unter anderem Struktur-, Namens-, Kontrast- und Markup-Indizien. Jeder Treffer wird im Seitenkontext geprüft; ein Toolscore ist kein Ergebnis.

02

Manuelle Aufgabenwege

Repräsentative Wege werden mit Tastatur, Zoom, unterschiedlichen Viewports und – nach vereinbartem Umfang – geeigneter Hilfstechnik bedient.

03

Fachliche Einordnung

UX-Reibung, Conversion-Risiko und Accessibility-Auswirkung werden getrennt beschrieben, damit eine Priorität nicht nur aus der Zahl der Treffer entsteht.

Stichprobe

Repräsentativ ausgewählt, exakt dokumentiert.

Vor dem Test werden Seitentypen, Kernaufgaben und besondere Zustände erkundet. Die Stichprobe kann beispielsweise Startseite, Navigation, Suche, Formular, Produkt- oder Leistungsseite und einen Abschlusszustand enthalten. Was nicht Teil der Stichprobe ist, steht ausdrücklich im Bericht.

Der Ansatz folgt der Prüflogik der W3C Website Accessibility Conformance Evaluation Methodology (WCAG-EM) (öffnet in neuem Tab): Scope definieren, Website erkunden, repräsentative Stichprobe wählen, prüfen und Befunde berichten.

Priorität

Auswirkung vor Trefferzahl.

Die Stufe berücksichtigt Kernaufgabe, Reichweite, Reproduzierbarkeit und den Aufwand einer tragfähigen Korrektur.

  1. P0 · Blockiert

    Eine Kernaufgabe ist nicht oder nicht zuverlässig abschließbar.

  2. P1 · Hohes Risiko

    Ein häufiger Weg ist deutlich erschwert oder führt zu vermeidbaren Abbrüchen.

  3. P2 · Verbessern

    Die Nutzung ist möglich, aber Klarheit, Robustheit oder Konsistenz fehlen.

Deliverables & Re-Test

Ein Bericht, mit dem Umsetzung beginnen kann.

  • Scope mit geprüfter Stichprobe, Aufgabenwegen, Viewports und bekannten Grenzen
  • Befundliste mit Reproduktion, betroffener Zielgruppe und nachvollziehbarer Priorität
  • Empfehlung auf Komponenten- oder Seitenebene statt pauschaler Neubau-Forderung
  • Abschlussgespräch und – wenn vereinbart – Re-Test der tatsächlich korrigierten Findings

Der Re-Test ist eine gezielte Nachprüfung vereinbarter Findings – kein stillschweigender neuer Gesamtaudit.

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Ausschlüsse

Prüftiefe braucht klare Grenzen.

  • Keine vollständige Prüfung jeder URL, jedes Inhalts oder jedes Drittanbieter-Zustands ohne eigenen Scope
  • Keine Rechtsberatung und keine pauschale Konformitäts- oder Umsatzgarantie
  • Keine Implementierung, redaktionelle Überarbeitung oder Performance-Tiefenanalyse, sofern sie nicht separat vereinbart ist
  • Kein Re-Test ungeprüfter Änderungen: bewertet wird nur, was reproduzierbar bereitgestellt wurde

Fachliche Referenz: WCAG 2.2 des W3C (öffnet in neuem Tab). Für die getrennte fachliche und rechtliche Einordnung siehe Accessibility-Audit und Rechtskontext. Der Sieben-Signale-Basischeck bleibt bewusst kleiner.